Corona Virus (Update vom 18.05.2020)

> 18 Mai 2020

Liebe Patienten,

das „neue“ Corona Virus ist in Deutschland überall präsent. Weit über 300.000 Menschen sind bereits weltweit an Covid-19 gestorben. Wir sollten alle akzeptieren, dass Menschenleben über wirtschaftlichen Belangen stehen und wir deshalb Einschränkungen in unserem täglichen Leben in Kauf nehmen müssen. Für viele von uns ist die Situation nicht greifbar, weil es keinerlei Berührungspunkte oder direkte Erfahrungen mit der Krankheit im Familien- oder Bekanntenkreis gibt. Dafür gibt es in unserer Gegend einfach zu wenige Krankheitsfälle und das sollte möglichst auch so bleiben. Die Gefahr einer Ansteckung ist allgegenwärtig und deshalb weiterhin Umsicht geboten.

Nach einem deutlichen Rückgang des Infektionsgeschehens bleiben die Zahlen derzeit einigermaßen konstant. Ob es sich dabei um eine Trendwende handelt bleibt abzuwarten, da die Lockerung der bisher geltenden Verhaltensmaßregeln die Ansteckungsgefahr deutlich steigern wird. Auch Demonstranten, die sich nicht an die Maßnahmen unserer Regierung zu unserem Eigenschutz halten, sind dem Infektionsgeschehen sicherlich nicht zuträglich. Sie können sich über die Fallzahlen in den einschlägigen Medien umfassend informieren. Lassen Sie sich dabei nicht von irgendwelchen Quoten, Raten und Durchschnittswerten beruhigen! Informieren Sie sich am besten über die Neuansteckungen pro Tag und die aktiven Fälle in unserer Gegend!

Das Virus ist potentiell als gefährlich einzustufen, deutlich gefährlicher als Influenza-Viren. Meist verläuft die Krankheit mild. Bei einem gewissen Prozentsatz der Erkrankten, d.h. auch bei jungen Menschen, können Komplikationen auftreten. Es kommt zu einer Lungenentzündung, die insb. bei älteren Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen tödlich enden kann. Zahlen zur Sterblichkeitsrate können Sie diversen Statistiken im Internet entnehmen. Folgeschäden sind bei Patienten mit Komplikationen nicht ausgeschlossen.

Symptome können die einer normalen Grippe sein. Fieber kann auftreten, Schüttelfrost, aber auch einfach nur Halskratzten, Husten, Schnupfen oder Durchfall. Bei 70% der Betroffenen ist der Geruchs- und/oder der Geschmackssinn stark beeinträchtig. Insgesamt ist eine Diagnose schwierig. Ein Abstrich aus Mund und Rachen bringt Klarheit.

Quelle: Süddeutsche Zeitung

Inzwischen wird auch eine neuartige Kinderkrankheit mit dem Virus assoziiert, die dem Kawasaki-Syndrom ähnelt, d.h. die insb. mit einer Entzündung der Blutgefäße einhergeht. Die Krankheit ist lebensbedrohlich. Der Zusammenhang mit dem Corona-Virus wird derzeit untersucht. Symptome sind wechselndes Fieber, ein fleckiger Hautausschlag, Schwellungen an Händen und Füßen. Augen, Hals und Zunge sind gerötet, die Lippen trocken und aufgesprungen.

Wir möchten Sie und uns schützen. Deshalb bitten wir Sie verantwortungsvoll mit sich, Ihren Mitmenschen und uns umzugehen. Halten Sie sich an folgende Hygieneregeln:

  1. Halten Sie sich an die Husten- und Nies-Etikette (niesen Sie ins Taschentuch, in die Armbeuge)! Vermeiden Sie Kontakt zu anderen, wenn Sie selbst Erkältungssymptome haben!
  2. Waschen Sie sich unbedingt die Hände, bevor Sie sich ins Gesicht fassen oder etwas essen! Vermeiden Sie Hand-Mundkontakt! Achten Sie auf eine gute Händehygiene (richtiges Händewaschen)! Desinfizieren Sie Ihre Hände vor dem Waschen, wenn Ihnen Händedesinfektionsmittel zur Verfügung steht.
  3. Halten Sie Abstand insb. zu Erkrankten (etwa 1,5 bis 2 Meter) und vermeiden Sie insgesamt Körperkontakt (kein Händeschütteln, keine Umarmungen, Küsse o.ä.)! Kommen Sie anderen Gesichtern nicht zu nahe!
  4. Betrachten Sie öffentliche Innenbereiche als kontaminiert! Das Virus kann in geschlossenen, öffentlichen Räumen auf praktisch jeder Oberfläche vorhanden sein. Selbst das Bargeld im eigenen Portmonee birgt ein Risiko. Seien Sie sich bewusst, dass Sie selbst das Virus auf Oberflächen übertragen haben könnten, die Sie später erneut anfassen.
  5. Tragen Sie eine Mundschutzmaske oder ein Mundschutztuch in der Öffentlichkeit. Sie können sich damit zwar nicht selbst schützen aber andere. Feine Tröpfchen, die beim Atmen bzw. Sprechen entstehen und Träger des Virus sein können, verbleiben mit einer solchen Maske zum größten Teil an ihrer Quelle. Eine Wirksamkeit wird nur erzielt, wenn viele Menschen einen solchen Mundschutz tragen. Eine FFP-Maske mit Ausatemventil nützt nur Ihnen selbst etwas. Über das Ausatemventil werden Ihre eigenen Tröpfchen ungehindert ausgeblasen und können zur Ansteckung anderer Menschen führen.

Verfolgen Sie die Berichterstattung in den Medien zu den bestätigten Erkrankungsfällen und deren Lokation. Bedenken Sie die Inkubationszeit! Diese beträgt 1 bis 14 Tage, im Mittel 3 bis 7 Tage. Sollten Sie oben beschriebene Krankheitssymptome verspüren und sich an Orten mit bestätigten Corona-Fällen aufgehalten bzw. mit erkrankten Personen Kontakt gehabt haben,  dann seien Sie sich darüber bewusst, dass Sie infiziert sein könnten! Verhalten Sie sich entsprechend!

Setzen Sie die Praxis von Ihrem Verdacht zuerst telefonisch in Kenntnis oder melden Sie sich zur Videosprechstunde an! Wie die Videosprechstunde funktioniert, finden Sie auf unserer Internetseite unter der Rubrik „INFOS“. Eine geschlossene Praxis wegen Corona-Infektion nützt keinem Patienten etwas.

Informationen der Johns Hopkins Universität finden Sie:

1. ständig aktualisiert für die weltweite Ausbreitung des Virus HIER,

2. mit ca. 1 Tag Nachlauf für die Verbreitung des Virus in Deutschland nach Bundesländern bzw. Landkreisen HIER.

Wesentlich umfangreichere Informationen der Firma Risklayer zur Ausbreitung des Corona-Virus in Deutschland und weltweit finden Sie HIER. Sie können diesen Karten insbesondere Informationen zu den derzeit aktiven Fällen entnehmen, als Maß für die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung in den einzelnen Regionen.


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